ARE,SWEDEN,11.FEB.19 - ALPINE SKIING - FIS Alpine World Ski Championships, alpine combined, downhill, men. Image shows Marco Schwarz (AUT). Photo: GEPA pictures/ Andreas Pranter

Ski-WM: Gute Ausgangslage für Schwarz nach Kombi-Abfahrt

via Sky Sport Austria

Aare (APA) – Alles ist angerichtet für eine spannende Entscheidung um WM-Gold in der Herren-Kombination. ÖSV-Mann Marco Schwarz liegt nach der Abfahrt 0,27 Sekunden vor dem Franzosen Alexis Pinturault, die zwei sind die Favoriten auf Gold. Schnellster der ruppigen Abfahrt auf verkürzter Strecke war am Montag in Aare der Südtiroler Dominik Paris, bester Österreicher Vincent Kriechmayr (+0,44 Sek.) als Vierter.

Die Medaillenkandidaten sind in einem Paket aneinandergereiht, der Schweizer Titelverteidiger Luca Aerni ist 20. (1,23), als 21. folgt Schwarz (1,25.), auf 23 und 24 Victor Muffat-Jeandet (1,49) und dessen französischer Landsmann Pinturault (1,52).

Im Slalom wird mit gestürzter Reihenfolge gefahren, womit relativ früh die Favoriten kommen und warten müssen, wie sich die Abfahrer auf den kurzen Latten so schlagen. Daniel Danklmaier hatte als Halbzeit-Zwölfter 0,81 Rückstand, Romed Baumann (0,90) als vierter ÖSV-Teilnehmer kam auf Rang 14. Die Top drei der Abfahrt waren Paris, der US-Amerikaner Ryan Cochran-Siegle (0,03) und der Norweger Aleksander Aamodt Kilde (0,38).

“Den einen oder anderen Schnitzer habe ich gehabt, oben gleich einmal bei der ersten Welle die Ski über Kreuz gehabt, aber im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden”, meinte Schwarz, der in Wengen die bisher einzige Weltcup-Kombination in dieser Saison für sich entschieden hatte. Der Slalom wird um 15.30 Uhr gestartet.

In der Zielkurve wurde offenbar ein Loch in der Piste zum Problem für einige Läufer. “Ich habe es bei der Besichtigung schon gesehen. Da sind sie mit der Maschine reingefahren, da liegen jetzt 20 Zentimeter toter Schnee drinnen”, erklärte Schwarz. Pinturault berichtete nach dem Sprung über Knieschmerzen. “Irgendwas schmerzt im Knie, ich weiß noch nichts Genaues, wir werden uns das noch anschauen müssen”, sagte der Allrounder, der heuer im Slalom schon drei Mal auf dem Podium stand. Er gehe aber davon aus, dass seinem Torlauf-Start nichts im Wege stehe.

Baumann verriss es an der Stelle den rechten Ski, er konnte sich aber auf zwei Beinen halten. “Mir hat es da oben die Haxen auseinandergezogen. Ich spüre es ein bisschen im Knie zwicken, ich hoffe, da ist nichts”, verriet der Tiroler im Anschluss. Die Rennleitung hätte “probiert, die Slalompiste noch einmal zu wässern, und das ist halt gescheit in die Hose gegangen. Da, wo die Slalomspur auf die Abfahrtsspur trifft, war die Piste einfach sehr schlecht”.

“Ich hätte wesentlich mehr Vorsprung gebraucht auf die Slalomfahrer”, stellte Kriechmayr fest. “Der Slalom ist es auch ein bisschen verkürzt worden. Aber bei einer Minute Abfahrt ist es schwierig, dann sehr viel Zeit gutzumachen.” Die Anfahrt zum Zielsprung löste der Oberösterreicher gut. “Ich habe es bei der Besichtigung gesehen, und unsere Coaches haben es noch einmal raufgefunkt, das war nicht so schlimm.” Danklmaier zeigte sich durchaus zufrieden. “Ich glaub’, das passt einmal”, meinte der Steirer, der für den Slalom vollen Angriff versprach.

Das Rennen war nach einem schlimmen Sturz von Henrik von Appen mehrere Minuten unterbrochen. Der mit Nummer 43 gestartete Chilene wurde ausgehoben und prallte mit voller Wucht auf den Rücken.

Artikelbild: GEPA