Marc Janko: „LASK ist heuer brandgefährlich“

via Sky Sport Austria
  • Valerien Ismael: „Das ist entscheidend für das Cuphalbfinale“
  • Peter Michorl: „In der ersten Halbzeit haben wir Glück gehabt“
  • Jesse Marsch: „Die Liga ist am Leben“
  • Patrick Farkas: „Das Leben geht weiter und wie in meinem Fall kann man sich glücklich schätzen, dass man gesund ist“

FC Red Bull Salzburg verliert 2:3 gegen LASK. Die wichtigsten Stimmen zur Partie bei Sky X.

FC Red Bull Salzburg – LASK 2:3 (1:2)
Schiedsrichter: Harald Lechner

Jesse Marsch (Trainer FC Red Bull Salzburg):
…über das Spiel: „Es war immer ein enges Spiel und wenn wir das erste Tor schießen, ist es ein ganz anderes Spiel. Wir hatten viel Möglichkeiten in den ersten 25 Minuten und dann führen die zwei ersten Chancen von LASK zum 0:2. Das war schwierig. Wir haben nicht schlecht gespielt, aber nicht gut genug. Es war immer eng. Glückwunsch an LASK, gut gespielt, aber die Liga ist am Leben.“

…über seine erste Niederlage als Trainer in Salzburg: „Es ist nicht die letzte – man kann nicht jedes Spiel gewinnen. Wir müssen lernen, besonders bei den Einwürfen, das war zu einfach.“

Andreas Ulmer (FC Red Bull Salzburg):
…über das Spiel: „Das ganze Spiel war gut von uns, auch in der ersten Hälfte hatten wir viele und gute Torchancen, aber der Ball ist leider nicht reingegangen und wir sind 0:2 hinten. Uns ist noch der Anschlusstreffer gelungen, aber der Ausgleich ist uns dann nicht gelungen. Wir haben noch alles probiert, aber leider hat es heute nicht gereicht. Es ist wichtig, dass wir gesehen haben, wie wir aufgetreten sind und das war ganz ordentlich und man kann keinem etwas vorwerfen bei uns. Der Auftritt war gut. Wie wir beim 0:2 weitergespielt haben, das war gut.“

Patrick Farkas (FC Red Bull Salzburg):
…über die Niederlage: „Es ist ein weinendes und ein lachendes Auge. Ich bin riesig froh, dass ich auf dem Platz stehen kann, zum anderen ist es eine bittere Niederlage heute. Aber solche Niederlagen gehören dazu. Abhaken, weitergeht’s.“

…über seinen Schlaganfall und die Genesung: „Riesendank an die Mannschaft und den Verein, meine Familie und Freundin, die mich Tag und Nacht unterstützt haben. Nachdem ich wieder zurück war, hat mich die Mannschaft ganz normal behandelt und ich habe mich wieder Schritt für Schritt auf den Trainingsplatz zurückgearbeitet.“

…über die momentane Tabellensituation: „LASK hat das Momentum auf seiner Seite, aber aufgeben tut man nur einen Brief. Wir werden weitermachen. Das Leben geht weiter und wie in meinem Fall kann man sich glücklich schätzen, dass man gesund ist.“

Christoph Freund (Sportdirektor FC Red Bull Salzburg):
…über die Konkurrenz von LASK: „Es ist beeindruckend, wie sie auftreten. Man kann man sich einiges erwarten in den nächsten Monaten. Heute wurde die Meisterschaft noch nicht entschieden. Es wird eine schöne Herausforderung für uns, aber ich bin trotzdem positiv. Das wirft uns nicht aus der Bahn, wir sind voll mit Selbstvertrauen. Das ist Fußball.“

…über das kommende Spiel gegen Eintracht Frankfurt: „Ich bin überzeugt, dass die Mannschaft das gut einordnen kann. Wir freuen uns darauf. Wir haben eine gute Vorbereitung gehabt und gehen voller Elan nach Frankfurt.“

…über Patrick Farkas: „Wir freuen uns überaus für ihn und es ist schön, dass er so schnell wieder dabei war. Er ist sicher der absolute Sieger heute. Es ist beeindruckend, wie er mit der Situation umgegangen ist.“

Valerien Ismael (Trainer LASK):
…über den Sieg: „Die Bedeutung für uns ist, dass wir sagen können, wir können hier auch gewinnen. Das ist entscheidend für das Cuphalbfinale. Wir hatten Probleme mit dem Tiefgang von Hwang und Daka und haben uns ins Spiel zurückgekämpft. Nach der Halbzeit haben wir Ruhe hineingebracht ins Spiel. Die zweite Halbzeit haben wir insgesamt souverän gespielt. Bei Spielen in Salzburg haben viele Mannschaften viel Prügel bekommen und in den ersten 25 Minuten haben wir Glück gehabt. Du musst auf die Chance warten und dann zuschlagen und wir haben dann Glück gehabt und die Situation ist gekippt.“

Peter Michorl (LASK):
…über das Spiel: „Es war überragend. Salzburg war 53 Spiele in der Liga ungeschlagen und wir kommen hierher und gewinnen und stehen an der Tabellenspitze. In der ersten Halbzeit haben wir Glück gehabt und wir haben mit zwei Schüssen zwei Tore gemacht und uns in der zweiten Halbzeit gesteigert und den Sieg über die Runden gebracht. Die zweite Halbzeit war sehr souverän und wir hätten noch ein oder zwei Tore machen können. Es gibt Selbstvertrauen, dass wir auch auswärts beim Serienmeister gewinnen können.“

…über Meisterambitionen: „Es ist noch ein langer Weg und wir hatten heute sehr viel Glück. Es steht noch sehr viel Arbeit vor uns, aber den ersten Platz wollen wir nicht freiwillig hergeben.“

Alexander Schlager (LASK):
…über den Sieg: „Es war etwas Besonderes für mich. Ich habe bei dem Verein meine gesamte Jugend verbracht, es ist immer speziell hier zu spielen. Es ist als Schlagerspiel angepriesen worden und hat das gehalten. Es war spannend von der ersten Minute an und wir sind happy, dass wir drei Punkte mitnehmen. Wenn du hier etwas mitnehmen willst, brauchst du auch Glück auf deiner Seite. Das gibt Selbstvertrauen, dass wir jeden Gegner schlagen können. Mit dem Schwung, mit dem wir momentan spielen, können wir uns das zutrauen.“

…über den momentanen ersten Tabellenplatz: „Es ist für die Fans, die Stadt und den ganzen Verein etwas Besonders. Wir arbeiten täglich dafür und geben alles. Der Fansektor war bummvoll und peitscht dich von der ersten Minute voll an – wir sind happy, dass wir solche Fans um Rücken haben.“

Franco Foda (Teamchef Nationalteam Österreich) in der Halbzeitpause:
…über seine Aufgabe als Zuseher und Teamchef: „Ich bin insgesamt mit meinen Teamkandidaten heute sehr zufrieden. Wir schauen besonders auf die Spieler, die regelmäßig bei uns dabei waren, aber es besteht die Möglichkeit für jeden Spieler, noch auf den EM-Zug aufzuspringen, wenn er regelmäßig Topleistungen abruft.“

…über seine mögliche Verlängerung als Teamchef: „Wenn es der Sportdirektor sagt, wird er schon recht haben und das wird vermutlich auch so sein. Solche Themen werden nicht in der Öffentlichkeit diskutiert, aber wenn es soweit sein wird, werden wir es bekannt geben.“

Marc Janko (Sky Experte):
…über das Spiel: „Es war ein Spiel auf Augenhöhe und es hätte auf beide Seiten ausgehen können. LASK hatte das glücklicherer Ende.“

…über die Leistung von LASK: „Die erste Hälfte war glücklich, die zweite verdient. Der LASK ist heuer brandgefährlich, in jeder Situation kann das Spiel kippen. Er hat das sehr gut gemacht und auch das nötige Glück gehabt, das braucht man in solchen Spielen auch ein bisschen.“

…über die Qualität von LASK: „Sie zeigen Aggressivität, Zusammenhalt und Wille, in Zweikämpfe zu gehen. Sie bleiben in Interviews demütig. Sie wissen um ihre Tugenden und wissen, dass es noch ein weiter Weg ist. Für die Stadt Linz ist LASK ein wirklicher Segen, mit der Weise, wie dort gearbeitet wird. LASK hat nicht das zweitmeiste Geld und ist momentan auf Platz eins. Das ist das Schöne am Sport, dass man – obwohl man nicht die dicksten Kassen hat – trotzdem ganz oben stehen kann. LASK hat Salzburg einen mentalen Nackenschlag versetzt.“

Felix Magath (Chef der Fußballabteilung „Flyeralarm Global Soccer“) im Zuspieler nach dem Spiel:
…über die Ziele mit Admira: „Wir wollen Admira in die Lage versetzen, die schönsten und besten Talente auch mal zu halten und in der österreichischen Liga eine Rolle zu spielen und an die oberen Tabellenplätze anzuklopfen.“

…über sein Interesse am österreichischen Fußball und sein neues Jobprofil: „Ich interessiere mich schon länger für den österreichischen Fußball und habe auch schon Spieler von Österreich nach Deutschland geholt. Ich werde nicht jünger, aber – auch wenn ich mich auf dem Platz wohler fühlen würde als in der Loge – denke ich, dass es ein wichtiger Schritt ist, das Ganze auch aus einer anderen Perspektive zu beeinflussen und meine Erfahrungen weiterzugeben.“

…über Ernst Happel als Vorbild: „Der war genial, was Mannschaftsführung anging. Natürlich habe ich mich ein wenig an ihm orientiert. Ich habe gelernt, dass, wenn ein Trainer nicht so viel redet, ein Spieler viel aufmerksamer sein muss, damit er das Wenige, was gesagt wird, auch mitbekommt. Dann muss er auch mitdenken und entwickelt sich besser.“